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Roadtrip durch Portugal

posted by Alexandra 25. September 2016

Stadt- oder Strandurlaub? Wir konnten uns nicht entscheiden. Unsere Lösung war einfach beides zu machen. So starteten wir in der geliebten Stadt Lissabon (mehr Infos dazu findest Du hier) und machten im Anschluss einen kleinen Roadtrip durch Süd- und Mittelportugal.

Nach den wunderschönen Tagen in der Großstadt ist unsere Lust nach mehr Eindrücken vom Land und auf ein bisschen Erholung am Strand gewachsen. Daher Mietwagen abgeholt, Musik an und los ging es über Lissabons wunderschöne Brücke Richtung Süden. Da wir viel von der Natur mitbekommen wollten, sind wir den kompletten Weg auf der Landstraße gefahren und haben einiges erlebt.

Villa Nova De Milfontes

Villa Nova De Milfontes

Unser erstes Ziel war Villa Nova de Milfontes, ein kleiner Ort welcher am Atlantik und an der Flussmündung des Rios Mira liegt. Es ist umringt von einem Naturschutzgebiet (Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina), das sich bis in den Süden Portugals zieht. Als wir dem Ziel näher kamen, zog auf einmal ein dichter Nebel auf, sodass wir kaum noch etwas sehen konnten. Blauer Himmel und auch die Sonne waren auf einmal verschwunden 😮 Vermutlich hat dieser Zustand dazu beigetragen, dass wir den Ort zunächst ein bisschen gruselig fanden. Es ist schwer, den Ort einzuordnen: Er wirkt klein und süß, ein bisschen verlassen und trotzdem sind einige Touristen unterwegs.

Nachdem wir das Meer und den Fluss aufgesucht haben, sind wir im Patio Alentejano eingekehrt. Die Begrüßung war zunächst ein wenig verhalten. Das Essen, ein riesengroßes und unglaublich leckeres Fischgericht, der leckere Wein und die immer netter werdenden Keller haben jedoch zu einem schönen Abend beigetragen.

Am folgenden Tag sind wir aufgewacht und ein wunderschöner Tag mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein hat auf uns gewartet. Strandsachen eingepackt, los ins Zentrum und zuerst einmal frühstücken. Im Café Stress Free gab es guten Café, leckeres Toast und frisch gepresste Säfte. Danach ging es auf zum Strand, der sich im Norden des Ortes befindet. An der einen Seite des Strandes liegt der Fluss, an der anderen Seite das Meer – wirklich wunderschön. Nach Westen hin toben die Wellen und an der südlichen Seite des Strandes taucht man ins seichte Wasser ein. Beeindruckt haben mich die aufeinander gestapelten Steine, die man am Strand begutachten kann – ein kleines Labyrinth. Bei Ebbe kann man viele Menschen bei der Muschelsuche beobachten, man muss dort wirklich einiges finden können.

Nach unserem Strandgang haben wir das Restaurant Tasco do Largo ausprobiert, wo wir durch einige Tapas viele unterschiedliche portugiesische Produkte kennenlernen konnten. Ich liebe den für Portugal typischen Ziegenkäse und immer diese leckeren Oliven mmhhh ☺

Alte

Alte

Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Algarve. Alleine der Weg war die Reise wert. So viele Berge, Täler, so viele überraschend grüne Bäume, sehr schön. Um unseren Hunger zu stillen haben wir einen Stopp in Alte eingelegt: Ein typisch portugiesisches Dorf in den Bergen. In der Bäckerei Pasteleria Agua Mel haben wir leckeres Gebäck gegessen und von der Terrasse hatten wir einen super Blick aufs Tal. Im Anschluss sind wir durch die kleinen Gässchen geschlendert, dabei haben wir so viele schöne, kleine, weiße Häuser gesehen, tolle Blumen und eine beeindruckende Kirche (unbedingt besuchen). Natürlich haben wir die für Alte berühmten Quellen besucht und ebenfalls vom frischen Quellwasser gekostet, dem eine verjüngende Wirkung zugesprochen wird.

Erfrischt und natürlich verjüngt ging die Fahrt weiter nach Albufeira. In Albufeira waren wir außerhalb der Innenstadt in einer Apartmentanlage von Hapimag untergebracht. Selbstverpflegung war angesagt: Los zum Supermarkt! Wir waren überwältig vom Käse-, Frucht-, Gemüse- und Wein-Angebot. So viele und auch so leckere regionale Produkte.

Praia da Coelha

Praia da Coelha

In Albufeira haben wir uns die ganze Zeit an den wunderschönen Stränden aufgehalten.
Mein Lieblingsstrand ist der Praia da Coelha. Natürlich liegt auch er in einer Felsbucht, der Sand ist goldig, das Meer türkisblau sowie klar und der Strand ist gar nicht überlaufen. Bei Ebbe kann man durch einen Felsbogen zu einem weiteren kleinen Strand gelangen, wo sehr viele schöne und große Muscheln aufzufinden sind. Außerdem gibt es am Strand ein kleines Restaurant was uns wunderbar mit kleinen Speisen, Eis und gekühltem Corona versorgt hat.
Abends zum Sonnenuntergang lässt es sich auf den Felsen sehr gut aushalten. Man hat einen wunderschönen Blick aufs Wasser und kann Sonnentage ausklingeln lassen.

Praia do Castelo

Praia do Castelo

Auch der Strand Praia do Castelo hat uns gut gefallen. Wieder ein wunderschöner Strand, weitere Felsformationen, klares Wasser. Echt toll. Auch hier gibt es ein kleines Restaurant.
Die Zeit in Albufeira hat uns sehr gut gefallen. Ich konnte richtig meine Seele baumeln lassen, habe viel gelesen, leckerer gegessen und vor allem die Sonne sowie das kühle Meer genossen.
Da das Ende unseres Urlaubs immer näher kam, mussten wir uns nach unserem Aufenthalt im Süden Portugals wieder Richtung Lissabon aufmachen. Durch einen kleinen Fehler von mir hatten wir ein Zimmer in Estoril gebucht. Den Ort kannten wir bisher noch ich, er war nicht weit von Lissabon und dem Meer entfernt – also nichts wie hin.

Alcácer Do Sal

Alcácer Do Sal

Mit guter Musik (Musik-Tipp: Mixtape von DJ Chorizo Funk) begaben wir uns über die Landstraße auf den Weg. Zwischendurch haben wir eine kleine Pause in der am Fluss liegenden Stadt Alcácer do Sal gemacht. Ein netter Ort für einen kurzen Stopp. Es gibt kleine Cafés und Restaurants und man kann sich sogar noch auf Entdeckungstour zur Burg begeben. Wie waren nicht so voller Tatendrang und haben uns nach einer kleiner Stärkung wieder auf die Landstraße begeben.

Estoril

Estoril

Abends in Estoril angekommen, waren wir sehr von unserem Zimmer und der herzlichen Begrüßung in unserer Unterkunft BLUE Boutique Hostel & Suites begeistert. Von Estoril kann man wunderschön an der Promenade nach Cascais laufen.

Cascais

Cascais

Cascais mit dem Hafen, seinen schönen kleine Straßen und Lokalen ist wirklich nett. Es ist schön am Hafen entlangzulaufen und sich vorzustellen, wo die ganzen Boote und Jachten wohl schon gewesen sind. Durch Zufall haben wir das Restaurant Moules & Gin gefunden, wir haben super leckere Gin-Cocktails probiert und die schon aus Lissabon bekannten Muscheln gegessen. Ein schönes Restaurant mit sehr nettem Service, absolut empfehlenswert.

Strand Guincho

Strand Guincho

Am nächsten Tag sind wir zum Guincho-Strand gefahren, der uns von der Hostel-Besitzerin sehr ans Herz gelegt worden ist – zurecht. Der Strand ist von Sanddünen umringt, der Strand ist schön und das Meer schenkt einem die perfekte Erfrischung. Gegen Nachmittag konnten wir sogar viele Surfer sowie Windsurfer beobachten. Trotz der Nähe des Strandes zu Lissabon ist er nicht allzu voll. Ein wirklich toller Tipp, den sollte man unbedingt besuchen. Durch seine sehr westliche Lage war der Sonnenuntergang am Strand von Guincho der schönste unserer Reise. So haben wir an unserem letzten Tag jeden Sonnenstrahl eingefangen und genossen.

Direkt am Strand ist auch die Bar do Guincho. Super, um eine so schönen Strandtag zu beenden. Wir haben lecker gegessen und haben uns sehr über die wunderschöne Bossa Nova Live Musik gefreut.

„Man soll aufhören wenn es am Schönsten ist.“ Das Sprichwort haben wir so etwas von befolgt. Schweren Herzens haben wir uns nach dem Sonnentag zum Lissaboner Flughafen begeben, da am nächsten Morgen unser Flug Richtung Hamburg ging.

Uns hat die Reise nach Portugal so gut getan, wir haben so schöne Orte kennengelernt und so schöne Momente erleben dürfen. Abrriagdo Portugal ♥


Alle Fotos: (c) LaBellaVida.de

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